Balkonkraftwerke
Als Balkonkraftwerke werden Mini-Solaranlagen und „Plug-and-Play“-Photovoltaikanlagen bezeichnet, die aus ein bis zwei Solarmodulen bestehen. Über einen Mikrowechselrichter werden diese an das häusliche Stromnetz angeschlossen, der Betrieb mit Schuko-Stecker ist möglich. Auch die Inbetriebnahme mit rückwärtslaufenden Ferraris-Zähler ist geduldet.
Als Balkonkraftwerke werden sie deshalb bezeichnet, da sie oft von Mietern auf oder an dem Balkon und von Eigenheimbesitzern im Garten oder auf der Terrasse angebracht werden.
Diese Mini-PV-Anlagen werden oft als Selbstbausatz oder inklusive Montage angeboten. Die Preise variieren dabei je nach Anbieter, Hersteller der Komponenten und möglicher Zusatzleistungen.
Die Anlagen haben zum Stand 2024 eine maximale Leistung von 800 Watt und erzeugen damit in unserer Region und abhängig vom Aufstellort und der Modulneigung rund 800 kWh im Jahr. Unterstellt man einen Bruttoarbeitspreis von rund 30 ct/kWh sind dies 240 € Einsparung im Jahr, wenn man den erzeugten Strom vollständig verbraucht. Bei diesen Einsparungen könnten die Anschaffungskosten nach 5 bis 10 Jahren wieder eingespielt werden.
Wie viel Strom ein Balkonkraftwerk tatsächlich erzeugt, hängt unter anderem von der installierten Leistung, dem Standort, der Ausrichtung und Neigung der Module sowie möglichen Verschattungen ab.
Wie viel davon direkt im eigenen Haushalt genutzt werden kann und welche Stromkosten dadurch eingespart werden, hängt zusätzlich vom individuellen Stromverbrauch und dessen zeitlicher Verteilung ab.
Die Wirtschaftlichkeit eines Balkonkraftwerks wird daher insbesondere durch Anschaffungskosten, Stromertrag, Eigenverbrauchsanteil und den jeweiligen Strompreis bestimmt.
Was muss ich tun, wenn ich eine solche Anlage installieren will?
- Als Mieter unbedingt mit dem Vermieter sprechen und das Vorhaben abklären.
- Durch Sie als künftiger Anlagenbetreiber muss die Mini-PV über das Marktstammdatenregister angemeldet werden.
Insbesondere bei Mietwohnungen empfehlen wir, die Installation und Befestigung sorgfältig zu planen und bei Bedarf einen Fachbetrieb einzubeziehen. Eine fachgerechte Befestigung ist wichtig, damit die Anlage den örtlichen Anforderungen und Belastungen – beispielsweise durch Wind – standhält.
